Wenn Clara morgens das Haus verlässt, bleiben zwei Tiere zurück, die ihren Alltag bestimmen. Zu Hause wartet Dackel Hermann auf dem Sofa. Wenige Kilometer weiter steht ihre Stute Nika im Stall. Zwischen Arbeit, Fahrten und festen Abläufen versucht Clara, beiden gerecht zu werden. Dabei hilft ihr vor allem eins: das beruhigende Gefühl, zwischendurch nachsehen zu können, ob alles in Ordnung ist.
Der Tag von Clara beginnt früh. Erst kümmert sie sich um ihren Hund Hermann, danach fährt sie in den Stall zu ihrer Stute Nika. Zwischen Wohnung, Büro und Reitstall bleibt oft wenig Zeit. Trotzdem will sie wissen, ob es ihren Tieren gut geht. „Es geht mir besser, wenn ich weiß, dass alles okay ist“, sagt sie. Zu Hause hilft ihr dabei eine Kamera im Wohnzimmer. Hermann bleibt dort mehrere Stunden allein, wenn Clara arbeitet oder unterwegs ist. Früher hat sie sich oft gefragt, ob er unruhig wird oder bellt. Heute reicht oft ein kurzer Blick in die App. „Ich freue mich jedes Mal, wenn ich sehe, dass er entspannt in seinem Bettchen schläft“, erzählt sie, „das gibt mir ein gutes Gefühl.“
Mit der Zeit hat Clara gemerkt, dass die Kamera ihr nicht nur Sicherheit gibt, sondern auch hilft, Hermann besser zu verstehen. Sie sieht, wann er wirklich entspannt ist, wie lange er schläft und ob bestimmte Situationen ihn stressen. Vor allem an Tagen mit viel Lärm im Haus oder wenn Handwerker im Gebäude sind, schaut sie häufiger nach ihm. „Früher dachte ich oft, dass er wahrscheinlich die ganze Zeit wartet oder unruhig ist. Dabei schläft er meistens einfach tief und fest.“ Das nimmt ihr viel Unsicherheit im Alltag.
Über die Audiofunktion der Kamera spricht sie manchmal direkt mit ihm. „Ich habe das Gefühl, dass es ihn beruhigt. Meistens legt er sich nach ein paar Worten direkt wieder in sein Körbchen.“ Gerade in stressigen Momenten hilft ihr das. Vor allem dann, wenn Hermann auf Geräusche reagiert oder plötzlich anfängt, nervös herumzulaufen. Für Clara ersetzt die Kamera jedoch keine Betreuung. „Ich will ihn nicht überwachen. Ich will nur merken, wenn etwas anders ist als sonst“, sagt sie.
Im Stall nutzt sie ebenfalls eine Kamera. Dort jedoch aus anderen Gründen. Bei ihrer Stute Nika achtet Clara stärker auf Veränderungen im Verhalten, besonders nachts oder bei Wetterumschwung. Nach einer Kolik vor einigen Monaten wurde ihr wichtig, früh reagieren zu können, wenn das Pferd unruhig wirkt oder sich ungewöhnlich verhält. „Seitdem schaue ich genauer hin. Vor allem nachts beruhigt mich das“, sagt sie.
Im Stall gelten andere Bedingungen als zu Hause. Das WLAN reicht oft nicht bis zu den Boxen oder zur Koppel. Deshalb nutzt Clara dort ein Modell mit LTE-Verbindung. Die Kamera läuft unabhängig vom Stallnetzwerk und bleibt auch erreichbar, wenn der Router mal ausfällt. Für sie zählt dabei weniger technische Ausstattung als Verlässlichkeit. Das Bild muss stabil übertragen werden und Bewegungen müssen klar erkennbar sein – vor allem nachts.
Für Clara geht es nicht darum, ihre Tiere zu überwachen. Die Kameras geben ihr Sicherheit in einem Alltag, der sich auf mehrere Orte verteilt. „Ich kann nicht überall gleichzeitig sein, aber ich sehe sofort, wenn etwas nicht stimmt“, sagt sie. Genau das nimmt ihr im Alltag spürbar Druck.
Autor: Leonie Zell












