Wenn im Foyer Kinderstimmen durcheinanderklingen, Eltern entspannt zusammensitzen und irgendwo ein Pony gestriegelt wird, dann wird schnell klar: In der Ferienwelt Kesselgrub ist Familie kein Zusatzangebot, sie ist der Mittelpunkt.
Seit über 100 Jahren besteht das Haus in Altenmarkt im Pongau. Heute führt Andrea Thurner, gemeinsam mit ihrem Mann Johann Rupert Thurner jun., es in dritter Generation. Über 25 Jahre lang haben sie das Traditionshaus behutsam, aber konsequent weiterentwickelt. „Wir haben viel entwickelt in dieser Zeit“, sagt sie. Aus einem traditionellen Familienbetrieb entstand Schritt für Schritt ein modernes Vier-Sterne-Familienresort mit über 70 Zimmern, Suiten und großzügigen Wohneinheiten sowie zusätzlichen Ferienapartments.
Was sofort auffällt, ist die Selbstverständlichkeit, mit der Kinder hier willkommen sind: niedrige Waschbecken, kindgerechte Ausstattung, großzügige Familienzimmer, Spielbereiche, Streichelzoo, Stall und Ponys. Mehrere Wasserwelten mit Indoor-Pool, ganzjährig beheiztem Außenbecken, Rutschenlandschaft und einem Naturbadesee im Garten ergänzen das Angebot.
Der Weg zum Kinderhotel entstand aus einer sehr persönlichen Lebenssituation. Andrea Thurner wurde früh Mutter. „Ich habe mich gefragt, wie ich mein eigenes Familienleben mit dem Haus unter einen Hut bringen kann“, erinnert sie sich. Die Antwort war eine klare Entscheidung für Familien. „Da bin ich auf die Familienschiene gekommen, so konnten meine eigenen Kinder immer dabei sein und ich konnte arbeiten.“ Aus dieser pragmatischen Lösung wuchs ein durchdachtes Konzept. Seit rund 20 Jahren ist das Kesselgrub konsequent auf Familien ausgerichtet und Mitglied der Kinderhotels Europa. Der hohe Anteil an Stammgästen bestätigt den Weg. „Der Wiederkehreranteil ist sehr hoch“, sagt Andrea Thurner. „Das spiegelt mir Dankbarkeit und Wertschätzung – und das ist für mich das Wichtigste.“
Mehr als Betreuung
Das Besondere liegt nicht allein in Infrastruktur und Ausstattung, sondern in der Haltung dahinter. Andrea Thurner spricht offen über das, was viele Familien im Alltag belastet: Zeitdruck, Dauerverfügbarkeit, hohe Erwartungen. „Man gibt und gibt und versorgt immer die anderen und vergisst dabei oft sich selbst“, sagt sie. „Wenn man absolut in den Mangel fällt, kann man nicht mehr versorgen, und dann droht die Familie auseinanderzufallen.“ Ihr Leitsatz lautet daher: „Zeit für mich, Zeit für meine Lieben.“ Für die Gastgeberin beginnt alles bei der eigenen Stabilität. „Nur wenn es der Familie gut geht, geht es auch den Kindern gut – und das beginnt bei den Eltern.“ Im Hotelalltag bedeutet das konkrete Entlastung: eine liebevolle Kinderbetreuung an sieben Tagen pro Woche mit altersgerechten Programmen vom Babyalter bis zu den Teenagern, ein eigener Babybereich, Indoor-Spielwelten, Reitangebote für Kinder bis ins Jugendalter. Gleichzeitig stehen Erwachsenen ein großzügiger Spa-Bereich mit Saunen, Ruheräumen und Anwendungen sowie Rückzugsorte im Garten zur Verfügung. Bereiche zum Toben und Bereiche zum Abschalten existieren nebeneinander – ohne einander zu stören.
Sommer zwischen See und Bergen
Im Sommer punktet die Region mit angenehmen Temperaturen auf rund 850 Meter Seehöhe. Direkt hinter dem Haus liegt ein weitläufiger Garten mit Naturbadesee, Liegewiesen und Spielplätzen. Mehrere Pools – vom Kinderbecken bis zum Panoramabad – sorgen für wetterunabhängigen Badespaß. „Wenn es einmal regnet, kann man innen schwimmen und trotzdem auch nach draußen“, erklärt Andrea Thurner. Rund um Altenmarkt eröffnen sich zahlreiche Möglichkeiten für Familien: leichte Wanderwege entlang von Bächen, Themenberge mit Erlebnisstationen, Rad- und E-Bike-Strecken sowie Reitangebote direkt am Haus. „Hier gibt es in jedem Ort mittlerweile ein Konzept für Familien“, so Andrea Thurner. Auch weitere Ausflüge sind unkompliziert möglich. Der Dachstein mit seinen Attraktionen, das UNESCO-Welterbe Hallstatt oder die Festspielstadt Salzburg liegen in erreichbarer Distanz. Die Nähe zur Tauernautobahn macht Tagesausflüge planbar und stressfrei.
Winter mit Wahlfreiheit
Im Winter zeigt sich eine weitere Stärke des Standorts. Die Ferienwelt Kesselgrub liegt mitten im Skiverbund Ski amadé mit über 760 Pistenkilometern in fünf Regionen. Der Skibus hält direkt vor dem Haus und verbindet täglich unterschiedliche Skigebiete. „Man kann jeden Tag neu entscheiden, in welches Gebiet man fährt, und das mit nur einem Skipass“, sagt Andrea Thurner. Ob ruhige Hänge für Familien, sportliche Abfahrten oder hochalpine Strecken, die Auswahl ist groß. Ergänzt wird das Angebot durch Rodelbahnen, Winterwanderwege und Pferdeschlittenfahrten. Wer einen Pausentag einlegt, bleibt im warmen Wasser der hauseigenen Badelandschaft oder entspannt im Spa-Bereich.
Ein Familienbetrieb mit Zukunft
Andrea Thurner lebt mit ihrer Familie im Haus. Eine ihrer Töchter arbeitet bereits im Betrieb mit. Das Hotel ist Arbeitsplatz und Lebensmittelpunkt zugleich. „Ich bin Wirtin mit Leib und Seele“, sagt sie. Trotz aller Entwicklung denkt sie weiter. Besonders beschäftigt sie das Thema seelische Gesundheit. „Die Leute kommen oft mit dem normalen Leben nicht mehr zurecht. Es ist zu viel“, beobachtet sie. Künftig möchte sie noch stärker Räume schaffen, in denen Gespräche möglich sind und Familien nicht nur Erholung, sondern auch Orientierung finden. So ist die Ferienwelt Kesselgrub weit mehr als ein Ferienort. Sie ist ein Haus, das aus persönlicher Erfahrung gewachsen ist. Ein Ort, an dem Familien nicht perfekt sein müssen – sondern zusammen Zeit finden, Kraft sammeln und mit einem Gefühl von Gemeinsamkeit nach Hause fahren.












